Top 3 bei der deutschen U15-Meisterschaft

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Endlich war es so weit: Die Deutsche U15-Meisterschaft im Rudern fand auf dem Aasee in Münster statt. Für den Ruderverein Esslingen hatten sich Alex im Leichtgewichts-Einer der 13-Jährigen, Emil im Leichtgewichts-Einer der 14-Jährigen sowie Julian, Tilia, Anna, Felix und Steuermann Rufus im gemischten Vierer der Altersklasse 12/13 Jahre qualifiziert. Alle drei Boote hatten sich als schnellste Mannschaften aus Baden-Württemberg das Ticket für den Saisonhöhepunkt gesichert.

Damit hieß es am Donnerstag, den 2. Juli, bereits um 6 Uhr: Abfahrt Richtung Münster. Gemeinsam mit ihrem Trainer Felix und ihrer Betreuerin Caro machten sich die sieben Sportler auf den Weg. Nach der Ankunft stand zunächst die feierliche Eröffnungszeremonie auf dem Programm. Gemeinsam mit den Delegationen der anderen Bundesländer und mehr als 1.500 Sportlerinnen und Sportlern wurde die 57. Deutsche U15-Meisterschaft eröffnet. Der Freitag gehörte traditionell der Langstrecke: 3.000 Meter gegen die Uhr. Den Anfang machte Emil. Trotz eines kleinen Missgeschicks – bei der Wende verlor er seine Sonnenbrille – zeigte er sich mit seiner Leistung zufrieden: „Im Winter hätte ich nicht gedacht, dass ich im Sommer überhaupt Regatten fahre. Deshalb ist es einfach total cool, als Schnellster aus Baden-Württemberg bei der Deutschen Meisterschaft dabei zu sein.“

Kurz darauf ging der gemischte Vierer mit Julian, Tilia, Anna, Felix und Steuermann Rufus auf die Strecke. Wind und Wellen stellten das jüngste Boot im Feld vor große Herausforderungen, doch die Mannschaft meisterte die Bedingungen souverän. Den Abschluss der Langstrecke machte Alex im Leichtgewichts-Einer der 13-Jährigen. Als erfahrener Teilnehmer ließ er sich von der Atmosphäre der Großveranstaltung nicht beeindrucken und zeigte unter dem lautstarken Jubel seiner Teamkameraden ein starkes Rennen. Wie bei der U15-Meisterschaft üblich, wurden die Ergebnisse der Langstrecke erst am Abend bekannt gegeben – die Spannung war entsprechend groß.

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Dann war die Freude riesig: Alex gewann Silber in seiner Abteilung und qualifizierte sich mit der viertschnellsten Gesamtzeit für das A-Finale. Der „kleine Vierer“, wie die Mannschaft von ihren Trainern liebevoll genannt wird, erreichte als jüngstes Boot im Feld das C-Finale. Emil qualifizierte sich für das E-Finale. Bevor jedoch die Finalrennen anstanden, wartete am Samstag traditionell der Allgemeine Sportwettbewerb (ASW). In Gruppen von jeweils zehn Sportlern traten die Bundesländer in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Dabei waren nicht nur Ruderfähigkeiten gefragt, sondern auch Wissen, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Kraft und Teamgeist.

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Drei Stunden lang bewiesen unsere Sportler ihr Können auch an Land. Anschließend folgte für viele – zumindest für die Trainer – das eigentliche Highlight der Meisterschaft: das Betreuerrennen.

Dabei treten Trainerinnen und Trainer der einzelnen Bundesländer in Kindervierern gegeneinander an – in Männer-, Frauen- und gemischten Rennen. Natürlich ließen sich Felix und Caro diesen Spaß nicht entgehen. Felix startete gemeinsam mit Trainern aus Nürtingen, Tübingen und Bad Waldsee im Männervierer, Caro mit Trainern aus Karlsruhe, Heidelberg und Lauffen im gemischten Vierer. Die 350 Meter in den viel zu kleinen Kinderbooten sorgten nicht nur bei den Teilnehmern für jede Menge Spaß, sondern auch bei den rund 1.500 Kindern am Streckenrand, die ihre Trainer lautstark anfeuerten. Mit Erfolg: Felix gewann das Männerrennen, Caro belegte im gemischten Vierer den zweiten Platz. Fragt man die beiden nach dem schönsten Moment des Betreuerrennens, würden sie vermutlich gar nicht von ihren Platzierungen erzählen, sondern davon, wie schön es ist, nach dem Rennen von den aufgeregten Kindern am Steg empfangen zu werden.

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Anschließend stand die Siegerehrung des Allgemeinen Sportwettbewerbs auf dem Programm. Viele dritte und vierte Plätze gingen an Baden-Württemberg. Besonders erfolgreich war Julian mit seiner Riege: Gemeinsam gewannen sie ihre Abteilung gegen starke Konkurrenz aus den anderen Bundesländern – eine beeindruckende Leistung.

Am Sonntag folgte schließlich der Höhepunkt der Meisterschaft: die 1.000-Meter-Bundesregatta. Bereits um 8.30 Uhr hieß es für Alex: „Achtung – los!“ Er bestätigte seine starke Form und verbesserte sein Ergebnis von der Langstrecke sogar noch einmal. Zwar gibt es für den dritten Platz keine Medaille, doch Alex ist damit der drittschnellste Leichtgewichts-Einerfahrer Deutschlands seines Jahrgangs. Gleichzeitig erzielte er das beste Ergebnis eines Esslinger U15-Ruderers bei einer Deutschen Meisterschaft seit zehn Jahren. Auch unser „kleiner Vierer“ zeigte ein starkes Rennen und belegte am Ende einen hervorragenden 15. Platz in Deutschland. Emil wurde Vierter in seinem Finale und erreichte damit Rang 22 in der bundesweiten Gesamtwertung.

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Erschöpft, aber überglücklich traten alle die Heimreise an. Mit vielen positiven Eindrücken und wertvollen Erfahrungen richtet sich der Blick nun bereits auf das nächste Highlight: die Landesmeisterschaften Ende Juli in Breisach.