Vizemeistertitel hoch 3

Ende Juli heißt für die Rennruderer: Zeit für die Landesmeisterschaft.
Vom 24.7. bis 26.7. ging es für 19 Sportlerinnen und Sportler sowie drei Trainer nach Breisach an den Rhein. In den letzten Jahren war der Freitag noch ein entspannter Ankunftstag, aber seit letztem Jahr stehen schon Freitagnachmittag die ersten Vorläufe an.
Für den „kleinen Vierer“, wie die Mannschaft rund um Julian, Felix, Anna, Tilia und Steuermann Emil von ihren Trainern liebevoll genannt wird, wurde es besonders spannend, da sie sich über die Zeit qualifizierten. Aber sie machten die Finalteilnahme als Boot voller 12 Jähriger unter lauter 13 Jährigen fix. Für die Teilnehmer die Sommertalentiade ermöglichte die frühe Ankunft eine Trainingsrunde auf dem Rhein.

Am Samstag wurde es dann ernst. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es für Valentin in sein zweites Einerrennen überhaupt. Im Junior A-Einer Leichtgewicht hatte er die Besten, der Besten aus Baden Württemberg um sich. Für den Finaleinzug reichte es nicht, aber er ließ einen Konkurenten hinter sich, worauf er mächtig stolz sein konnte. Leo und Jaron gingen im leichten Junior-B Doppelzweier in den Vorlauf. Sie profitierten von ihrer Erfahrung und ihren starken Saisonergebnissen, wodurch der Einzug ins Finale ungefährdet eingefahren wurde.
12 Uhr jetzt wurde es ernst für die Teilnehmer der Sommertalentiade. Henri, Eva und Rufus machten sich auf den Weg den 3 km Waldlauf zu absolvieren. Für Nora und Jannik ging es zeitgleich auf den Rhein. Auf dem Rhein musste mit dem Einer ein Geschicklichkeitsparcour absolviert werden. Rudern, Streichen, 360° Wende und im Boot aufstehen. Ganz schön wackelig, wenn man erst seit drei Monaten rudert. Aber Nora und Jannik zeigten, dass sich die letzten Wochen gelohnt haben.

Kaum war dieser Teil der Talentiade erfüllt, ging es mit den Finalläufen der Landesmeisterschaft weiter. Als erste ging es für Tilia in den Finallauf des C-Juniorinnen Einers 12 Jahre. Tilia zeigte einen großen Kampf gegen ihre Konkurrenz und erkämpfte sich den Vizemeistertitel in ihrem allerersten Landesmeisterschaftsfinale. Leo und Jaron kämpften ebenfalls stark, aber auch sie mussten sich mit dem Vizemeistertitel begnügen. Aber gegen die Vizemeister der deutschen Jahrgangsmeisterschaft ist dieser Titel sehr verdient. Besonders spannend machte es Alex. Nicht nur, dass der Unterschied zwischen dem Landesmeistertitel und dem Vizemeistertitel nur wenige Hunderstel betrug, so hatte Alex versehntlich die Bugnummer eines Gegners genommen und das führte zu großer Verwirrung. Nach kurzer Zeit war klar, dass der Mannheimer vorne war. Aber das Zielgericht führte Alex fehlerhaft an Stelle 4. Es folgte 10 lange Minuten, in denen Alex am Siegersteg wartete und Felix im Zielturm versuchte, das Problem zu lösen. Letztendlich konnte die Mannheimer RG Baden (der Verein des Landesmeisters) helfen und bestätigen, dass nicht ihr zweiter Ruderer, sondern Alex als Zweiter im Ziel war. Da aller guten Dinge drei sind konnte so drei Vizetitel am Samstag geholt werden.

Der kleine Vierer konnte in seinem Finale keine Medaille holen, aber holte als jüngstes Boot einen starken fünften Platz, auf den besonders Trainer Felix stolz war.
Nach diesen spannenden Rennen ging es abends traditionell noch zum Pizzaessen.
Am Sonntag klingelte der Wecker schon um 5.45 Uhr. Denn für Lotta stand das allererste Einerrennen der Altersklasse Juniorinnen B an. Wie schon Valentin am Vortag schlug sich Lotta sehr gut. Ließ eine Konkurrentin hinter sich und machte der schnellen Breisacherin vor sich ordentlich Druck. Trotzdem war im Vorlauf Endstation, aber Lotta hat sich getraut ihr erstes Einerrennen direkt auf der Landesmeisterschft zu fahren, worauf auch sie sehr stolz sein kann. Denn das traut sich nicht jeder. Schluss im Vorlauf war auch für Jaron und Konrad im leichten Junior B Einer. Beide fuhren Zeiten, mit denen sie in den anderen Läufen die Qualifikation geschafft hätten, aber das Losglück war nicht auf ihrer Seite.

Das Finalticket konnten Alex und Julian im Vorlauf des leichten C-Junioren Doppelzweier entspannt holen.

Mittagszeit hieß wieder Sommertalentiade. Im Vergleich zum Vortag war das Wasser wellig und der Wind unerbittlich. Trotz dieser widrigen Bedingungen zeigten sich Henri, Eva und Rufus stark. Henri kenterte in seinem Lauf und konnte durch schnelles Einsteigen trotzdem noch die Tagesbestzeit einfahren. Wenig später stand die Siegerehrung an. Henri und Eva gewannen als gemischtes Team im Jahrgang 2013, Rufus wurde mit seiner Teampartnerin aus Waldshut Zweiter und Nora und Jannik holten im Jahrgang 2014 und jünger den tollen dritten Platz.
Neben der Siegerehrung der Sommertalentiade wurde auch der Fotowettbewerb prämiert. Jaron, Leo, Konrad und Fabi hatten das untenstehende Bild zum Thema „Besides Rowing“ eingereicht und gewannen den Fotowettbewerb unter vielen anderen Fotos!
Zurück zur Regattastrecke. Die letzten Rennen standen an. Julian und Alex fuhren im leichten Doppelzweier 12/13 Jahre die Bronzemedaille ein. Gegen starke Lauffener war zwar kein Kraut gewachsen, aber das Strahlen am Siegersteg über die Bronzemedaille zeigte, dass sie durchweg zufrieden waren. Stefan und Valentin hatten im leichten Junior A Doppelzweier das Nachsehen und wurden Sechste. Final fuhren Anna und Tilia im C-Juniorinnen Doppelzweier 12/13 Jahre mit. Sie waren wie im Vierer auch hier das jüngste Boot. In dem schnellen und harten Rennen reichte es um eine Sekunde nicht für das Podium. Nach kurzer Enttäuschung wurden sie freudig am Steg empfangen und als schnellste des Jahrgangs 2014 gefeiert. Die Konkurrenz in ihrem Jahrgang muss sich warm anziehen gegen die beiden.
Alles in allem, die Landesmeisterschaft war ein voller Erfolg. Jetzt geht es erstmal in die Sommerpause und im Herbst wird in Marbach und Nürtingen nochmal alles auf den Sprintregatten gegeben.





































