Hitzeschlacht bei der Deutschen Junioren-Meisterschaft

T -17 vor der Meisterschaft: Wegen starken Algenbewuchs auf der ursprünglich vorgesehenen Regattastrecke auf dem Baldeneysee in Essen, musste die Meisterschaft kurzfristig auf den Elfrather See in Krefeld verlegt werden.
Nach etwas Hektik bei der Neubuchung der Quartiere, konnten sich Jaron Werner und Leonard Pottgiesser mit Trainer Stephan bereits am Mittwoch den 24.6 auf den Weg machen.
Während Leonard im Leichtgewichts Einer der Altersklasse B an den Start ging, stellte sich Jaron Werner zusammen mit Leo Werner aus Nürtingen im Leichtgewichts Doppelzweier der Altersklasse B der Konkurrenz aus ganz Deutschland.
Als Vorbereitung wurden die Junioren Regatten in Mannheim, München und Köln besucht. Dabei zeigte sich, dass die Konkurrenz mit bis zu 50 Booten im Einer und 36 Booten im Doppelzweier sehr groß ist. Aber unsere Junioren konnten sich dieser Konkurrenz gegenüber immer stark präsentieren.

Unzählige Trainingskilometer wurden absolviert - unter anderem in drei Trainingslagern im Landesleistungszentrum in Breisach - um die Technik zu verbessern und die Rennbelastung zu simulieren.
Nach der Anfahrt fand ein leichtes Training auf der Regattastrecke statt. Währenddessen tagte wegen der immer größer werdenden Hitze die Regattakommission, um den Modus in der Ausscheidung bis zum Finale zu ändern.
Das bisherige System der Vorläufe, Hoffnungsläufe, Halbfinals und Finale A + B wurde ersetzt durch einen neuen Modus, der bis jetzt nur bei der WM zum Einsatz gekommen ist.
Dabei zählt nicht mehr nur die Platzierung im Lauf, sondern auch die Rennzeit für das Weiterkommen. Dieses System wurde noch nie auf einer DJM angewandt und so hatten die Trainer und Mannschaften alle Hände voll zu tun, neue Renntaktiken zu entwickeln. Denn nun musste man direkt auf den Punkt im Vorlauf performen.
Zusammen mit der Vorverlegung der ersten Starts auf 8 Uhr, konnte die Veranstaltung so an jedem Tag um 14 Uhr beendet werden, bevor die Hitze jegliches faires Renngeschehen unmöglich machte.

Tag des Vorlaufs: Die Ziele waren klar gesteckt. Jaron und Leo konnten sich in ihrem Vorlauf von der Konkurrenz absetzen und so den sicheren Einzug ins Halbfinale einsacken. Für Leo wurde es spannender. Aus vier Vorläufen kamen jeweils die ersten beiden, sowie die 4 Zeitschnellsten über alle Läufe hinweg weiter. Leo landete in einem extrem schnellen Lauf, kämpfte sich Schlag für Schlag durch sein Rennen und konnte sich als 8. Schnellster des Tages für das Halbfinale qualifizieren.
Samstag, Tag des Halbfinals. Der Doppelzweier konnte auch in diesem Rennen souverän vor den Konkurrenten fahren und sich so die A-Final-Teilnahme für die besten 6 Boote sichern. Leo startete erneut in einem schnellen Lauf und verpasste um wenige Sekunden das A-Finale und landete damit im B-Finale. Aufgrund der weiterhin starken Hitze wurden dann leider auch noch die B-Finals am Sonntag für alle gestrichen, so dass Leonard am Ende Platz 10 belegte. Ein achtbares Ergebnis, besonders wenn man bedenkt, dass er damit auch drittschnellster des jüngeren Jahrgangs ist.

In der Nacht zum Sonntag zog noch ein starker Sturm über die Regattastrecke und zerstörte viele Pavillons und auch Boote. Dank guter Vorsichtsmaßnahmen und etwas Glück, war unser Material davon nicht betroffen.
Sonntag, Finale. Der Doppelzweier musste am Sonntag gegen eine außerordentlich starke Konkurrenz im A-Finale antreten und erreichte den 5. Platz. Aber kein Grund zu Trauer wegen verpasster Medaillen. Jaron und Leo waren aber trotzdem guter Dinge und meinten, dass dies ihr stärkstes Rennen der ganzen Saison war.
Für die jüngeren Sportler des RVE geht es am nächsten Wochenende zu deren Deutschen Meisterschaft - dem Bundeswettbewerb - nach Münster.
Ende Juli steht dann noch die Landesmeisterschaft in Breisach an, bevor es in die wohlverdiente Sommerpause geht.


















