Gemeinsam schwitzen mal zwei: Fest der Arbeit und Anrudern 2026

"Erst die Arbeit, dann das Vergnügen." Seit Jahren sind wir beim Ruderverein Esslingen immer gut damit gefahren, uns zu Beginn einer neuen Saison an diese alte Regel zu halten, nicht zuletzt, weil sich auf diese Weise auch das Gemeinschaftsgefühl stärken lässt. So auch diesmal, am letzten März-Wochenende. Erst brachten am Samstag gut 30 Helferinnen und Helfer das Vereinsgelände, das Bootshaus mit all seinen Räumen sowie den Bootspark wieder auf Vordermann, dann machten sich am Sonntag etwa 20 Ruderer auf zum offiziellen Start in die neue Saison. Aber der Reihe nach.
"Maximal begeistert" seien sie, freuten sich Finanz-Vorständin Melanie Schröer und Liegenschafts-Vorstand Bodo Golchert angesichts einer erneut großen Helferschar, die sich um 9 Uhr zum "Fest der Arbeit" einfand. Zu tun gab es auf dem weitflächigen RVE-Gelände sowie am und im Bootshaus wahrlich genug: Sträucher und Büsche schneiden, Blattwerk entsorgen, die Treppe zum Bootssteg von Grasbewuchs und Schmutz befreien, den Steg schrubben, Dach und Dachrinnen säubern, Umkleide-Räume und Sanitär-Anlagen reinigen, diverses Equipment und Geräte reparieren. Jeder packte kräftig mit an.
Alles wieder tiptop - auch die Werkstatt
Einige Helfer gingen Bootswart Michael Mühlenbruch zur Hand. Gemeinsam wurden die Boote gereinigt und unter fachkundiger Anleitung auf Mängel inspiziert. Hier und da mussten auch kleinere Reparaturen vorgenommen werden – alles mit dem Ziel, den aktuell 158 Aktiven im Verein funktionsfähige und sichere Sportgeräte zur Verfügung zu stellen. Ganz besonders freute sich Michael darüber, dass die Werkstatt nun wieder tiptop aufgeräumt ist.
Wie immer bei solchen Gelegenheiten zeigte Festwartin Birgit Maurer, dass sie für unseren Verein unbezahlbar ist. Schon zur ersten Pause tischte sie Obst, Kaffee, Tee und Kaltgetränke auf. Und fürs Mittagessen ließ sie wieder Pizza in allen Variationen kommen. Einen süßen Riegel als Nachspeise gabs für die hungrigen Mäuler obendrein. Was für ein Service!
Ehrung für zwei Kilometer-Fresser und eine Kümmerin
Fürs traditionelle Anrudern am Tag darauf entschied man sich angesichts der niedrigen Temperaturen zu einer Programm-Änderung. Statt, wie gewohnt zeitaufwändig die Schleuse Deizisau zu passieren und bei Plochingen zu einem Snack an Land zu gehen, hieß es diesmal ganz gesundheitsbewusst "erst schwitzen, dann feiern". Also wurde zunächst auf der üblichen Trainings-Strecke auf dem Neckar fleißig gerudert. Anschließend stieß man mit einem Glas Sekt gemeinsam auf die neue Saison an.
Sogar die Sonne blinzelte ein bisschen heraus, als Bodo Golchert allen eine gute Saison mit vielen schönen Erlebnissen und zahlreichen Kilometern auf dem Wasser wünschte. Die ersten Veranstaltungen stehen bereits vor der Tür. Gleich nach den Osterferien beginnt der erste von drei Ruderkursen. Und die Wanderruderer dürfen sich auf eine spannende Tour freuen. In den Tagen um Christi Himmelfahrt geht es für sie an den Hochrhein. Als fleißigste Wanderruderin glänzte voriges Jahr einmal mehr Elke Maschkiwitz. Sie brachte es auf 1742 Kilometer und wurde dafür mit einem neugestalteten Pokal belohnt. Die gleiche Ehrung erfuhr Bernhard Freisler, seines Zeichens Wanderruderwart im Verein. Seine Jahresleistung 2025 waren stolze 2124 Kilometer.
Eine außerordentliche Ehrung wurde Festwartin Birgit Maurer, einer besonderen Kümmerin des RVE, zuteil. "Sie macht alles mit Herzblut und Liebe. Und sie denkt einfach an alles", lobte Melanie Schröer ihr Engagement und überreichte ihr als Zeichen des Dankes eine Schürze mit dem Aufdruck "Festwartin mit Herz“.













































